Amstetten dient als Sprungbrett. Über den neuen Trainer Joachim Standfest.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 12. August 2020 (04:12)

Eineinhalb Jahre leitete Jochen Fallmann als Trainer die Geschicke des SKU Amstetten. Und diese Zeit kann sich sportlich sehen lassen. Im ersten halben Jahr noch den Abstieg vermieden, folgten in dieser Saison der fünfte Tabellenplatz sowie der Vorstoß ins ÖFB-Cup-Viertelfinale. Eine beachtliche Bilanz, die schließlich auch Peter Stöger veranlasste, den 41-Jährigen zur Austria zu holen.

Der Zweitligist Amstetten hatte aber schnell eine Lösung parat. Mit Joachim Standfest fand ein ehemaliger Teamspieler den Weg ins Mostviertel. Der gebürtige Steirer wirkte bei der Pressekonferenz bodenständig und sieht den SKU Amstetten als große Chance, als hauptverantwortlicher Trainer Fuß zu fassen. Kein Anzeichen von Allüren. Im Gegenteil: Er möchte den eingeschlagenen Weg in Amstetten fortführen, der schlussendlich bisher auch erfolgreich verlaufen ist. Einzig die kurze Vorbereitungszeit ist eine besondere Herausforderung. Dennoch wird Standfest seine Zeit beim SKU erhalten. Denn „Hire & Fire“ war in den letzten Jahren keine gewählte Strategie der Klubverantwortlichen.

Der Leitfaden ist ein anderer: Nicht nur jungen Spielern, sondern auch jungen Trainern eine Plattform bieten, um sich für höhere Aufgaben in die Auslage zu stellen.