Der richtige Zeitpunkt. Über den Zusammenschluss zweier Traditions-Autohäuser.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 16. Juli 2019 (03:16)

Ihr 60-jähriges Firmenjubiläumsjahr hat sich die Familie Pruckner wohl anders vorgestellt. Im April erfolgte die Schließung der Werkstätte Randegg. Jener Werkstätte, mit der 1959 die Brüder Alois und Augustin Pruckner den Grundstein für das Familienunternehmen gelegt hatten. Ein Unternehmen, das seit 1. Juli neue Eigentümer hat. Die Besitzer der Brüder Pruckner GmbH heißen nun nicht mehr Harald, Reinhold und Herbert Pruckner sondern Ilse und Gertraud Senker. Das größte familiengeführte Autohaus Österreichs baut damit seine Stellung als Big Player der Autobranche weiter aus.

Aus Sicht der Pruckners ein Verkauf zum richtigen Zeitpunkt. Denn wenn man als Vertragspartner von Audi und VW im Konzert der Großen weiter mitmischen will, muss man selber groß sein, um die immer höheren Anforderungen zu erfüllen. Als „Kleiner“ kann man sich da schnell übernehmen. Diese Gefahr haben die Pruckners rechtzeitig erkannt – auch wenn es innerlich vielleicht schmerzt.