Diesen Wirbel braucht keiner. Christian Eplinger über Mücken, Elefanten und Glashäuser.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. Mai 2018 (05:00)

In Steinakirchen ist politisch Feuer am Dach. Die Opposition schießt sich auf ÖVP-Vizebürgermeister Gerhard Fußthaler ein und fordert – derzeit noch hinter vorgehaltener Hand – dessen Rücktritt. Dieser hat mit seiner „Einbruchs-Aktion“ im Lagerhaus sich selbst und seiner Partei keinen guten Dienst erwiesen.

Dabei geht es nicht um den Wert der Gasflasche oder des Vorhängeschlosses. Auch nicht darum, ob solche Vorgänge bis zu einem gewissen Grad am Land sogar usus sind. Da geht es um die Vorbildwirkung eines politischen Mandatars. Dieser steht mehr im Rampenlicht als ein „normaler“ Bürger (oder Gastwirt). Dessen müssen sich Mandatare bewusst sein. Und so wird aus einer Mücke schnell ein Elefant, der noch dazu im Glashaus sitzt. Denn für die Opposition ist der Vorfall nur die Spitze des Eisbergs.

Gerade deshalb sollten alle Seiten etwas zurückrudern. Die Sache gehört zwischen den Parteien und den Personen be- und ausgesprochen. Ansonsten entsteht der Gemeinde im schlechtesten Fall weit mehr Schaden (nicht nur imagemäßig) als durch diesen Vorfall selbst.