Druck bleibt weiter erhalten. Raimund Bauer über den Selbstfaller von Wieselburg gegen Melk.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 29. Mai 2018 (05:00)

Eigentlich hätte das bisher stärkste Frühjahrsteam Wieselburg den 2. Landesliga-West-Tabellenführer Kilb stark unter Druck setzen können. Eigentlich. Denn in Melk kam das böse Erwachen. Die Bezirkshauptstädter zerlegten die Braustädter-Defensive mit teilweise traumhaften Toren.

Eines kann man dabei der Hiess-Elf nicht vorwerfen: fehlende Moral. Denn die Melker lagen bereits mit 2:0 in Front, ehe den Wieselburgern sogar der kurzfristige Ausgleich gelang. Doch am Ende stand eine 2:5-Klatsche. Gründe gibt es viele: Erstens ging Melk an diesem Tag fast jede Aktion auf. Zweitens haben auch die Braustädter die zahlreichen Ausfälle von Stammkräften wie Reinhard Wurzer oder Andreas Schluder nicht verkraften. Die Youngsters zeigten zwar bisher im Frühjahr auf, doch in der entscheidenden Phase braucht es routinierte Kräfte. Das Ziel Aufstieg, dass die Vereinsverantwortlichen noch beim Trainerwechsel im Winter ausgaben, ist in weite Ferne gerückt.

Aber letztlich fehlte noch die Substanz und ein Aufstieg kommt zu früh. Nun heißt es für die Wieselburger sich auf Hochtouren für die neue Saison vorbereiten. Denn der Druck wird nicht geringer: Auch in der kommenden Spielzeit werden die Braustädter wieder den Aufstieg anvisieren.