Ein bissl wie verliebt sein. Über das irrsinnige Comeback des SV Oberndorf.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 16. September 2020 (00:33)

Es wird interessant zu beobachten, was diese Wahnsinnspartie vom letzten Samstag mit den Kickern des SV Oberndorf macht. Spurlos wird sie mit Sicherheit nicht an ihnen vorübergegangen sein. So ein Spiel hinterlässt Eindruck. Bleibenden Eindruck.

Wer im Laufe seiner Teamsportkarriere schon einmal siegreich aus einer höchstdramatischen Begegnung herausgekommen ist, der weiß, was das für das Selbstvertrauen bedeutet. In den Tagen nach dem Triumph ist der Gang unwillkürlich eine Nuance aufrechter und federnder. Beim Gedanken an die gewonnene Partie beginnt man unkontrolliert zu grinsen, schwebt durch die Gegend. Wie auf Wolken. Klingt ein bissl nach verliebt sein, und ein bissl fühlt es sich auch so an.

Die Kicker des SV Oberndorf waren nicht mit sonderlich viel Selbstvertrauen in die neue Saison der Gebietsliga West gestartet. In der Vorbereitung gab es keinen einzigen Sieg, im letzten Spiel setzte es eine 1:8-Watschn gegen Ardagger. Der Meisterschaftsstart war entsprechend holprig, und auch gegen Neuhofen lief eine Stunde lang alles gegen die Melktaler. Und dann dieses irrsinnige Comeback. Es vermittelt den Kickern des SVO den Glauben daran, dass alles möglich ist. Ein bissl wie verliebt sein.