Ein Kapitel ist abgeschlossen. Christian Eplinger über den neuen Zusammenhalt in Reinsberg.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 28. November 2017 (05:00)

Fast sieben Jahre lang spaltete ein offener politischer Konflikt die 1.000-Einwohner-Gemeinde Reinsberg in zwei Hälften. Auf der einen Seite die Bürgermeisterpartei ÖVP, auf der anderen Seite die aus dieser entstandene Liste Reinsberg. Pfarre, Jägerschaft, Bauern, Vereine und vor allem die Burgarena wurden in dem Konflikt fast aufgerieben. Es kam zu Streitigkeiten innerhalb von Familien. Und einige Projekte blieben in der Schublade liegen – so auch das geplante Kulturhaus Reinsberg.

Seit den Wahlen 2015 und dem Rückzug der Liste Reinsberg ist der Konflikt Geschichte. Man ist wieder zusammengerückt, geht gemeinsam an Projekte heran und hat eine neue Aufbruchstimmung entdeckt. Zum Wohle aller Bürger, die wieder fleißig und vor allem ehrenamtlich mitanpacken – egal ob in der Burgarena, beim FF-Haus-Zubau, dem Stockschützen-Ausbau oder jetzt beim Abriss des Musikheims und dem Neubau des Kulturhauses. Der Reinsberger Zusammenhalt, der Ende der 90er-Jahre auch die Burggeister angetrieben hatte, ist wieder ins Dorf zurückgekehrt – und das ist gut so. Für alle Reinsberger.