Eine „Gehhilfe“ für den Start

Christian Eplinger über das Landarzt-Sein damals und heute.

Erstellt am 04. April 2018 | 05:00
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Den Herrn Doktor kennt man. Den Herrn Doktor grüßt man freundlich. Den Herrn Doktor kann man jederzeit ansprechen und um Hilfe fragen.

Das war einmal. In der heutigen, schnelllebigen Zeit muss auch der Arztbesuch rasch vorbeigehen. Der Kontakt zwischen Doktor und Patienten wird weniger. Oft reicht es, wenn ein Medikament über Vermittlung der Sprechstundenhilfe verschrieben oder ausgegeben wird. Und außerhalb der Ordinationszeiten will auch der Herr Doktor heute seine Ruhe.

Wohin das führt, zeigt die freie Kassenarztstelle in Gresten. Über 30 Mal hatte man diese ausgeschrieben. Das Ergebnis war jedes Mal das gleiche: Keine Bewerber. Nun sollen Spitalsärzte die Praktiker vor Ort unterstützen und vielleicht selbst Lust auf eine eigene Ordination bekommen.

Ein schwieriges Unterfangen, wobei ein Schritt sicher wesentlich ist: Die Unterstützung der öffentlichen Hand bei der Herstellung der Infrastruktur. Gruppenpraxis heißt das neue Schlagwort. Ein Allheilmittel? Sicher nicht, aber ein möglicher Anfang zur Absicherung der medizinischen Versorgung auch am Land.