Es gibt nicht nur Gewinner. Christian Eplinger über den benötigten Schotter für die Ortsumfahrung Wieselburg.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 15. Mai 2018 (05:00)

Bei der Ortsumfahrung Wieselburg gibt es nicht nur Gewinner. Das weiß man seit jeher. Gleiches gilt, dass eine Großbaustelle wie die Errichtung dieser 8,4 Kilometer langen, dreispurigen Straße mit insgesamt 17 Brücken nicht ohne entsprechenden Baustellenlärm und Baustellenverkehr abgehen kann. Doch woher nimmt man das Schüttmaterial? Immerhin werden 600.000 m benötigt.

Das Land putzt sich in dieser Frage (berechtigt) an die Baufirmen ab. Die Beschaffung des Materials sei deren Angelegenheit. Das war im Auftrag klar definiert. Dass man dennoch danach trachtet, mit der Umfahrungsbaustelle nicht noch zusätzlichen Staub in der Region aufzuwirbeln, ist bei so einem Mammutprojekt und der bekannten Vorgeschichte klar.

Den Schotter vom Semmering für die Umfahrung Wieselburg mit der Bahn anzuliefern, ist ungewöhnlich. Nichtsdestotrotz ein guter Beweis, dass Gütertransport auf Schiene und Straße gut koordiniert funktionieren kann. Auch wenn es hier wie überall nicht nur Gewinner geben wird.