Es ist eine gute Entscheidung. Armin Grasberger über einen SV Scheibbs ohne Legionäre.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 19. Dezember 2017 (05:00)

Der SC Gresten-Reinsberg macht es. Die Union Steinakirchen macht es auch. Und jetzt hat sich der SV Scheibbs ebenfalls dazu entschlossen. Drei der neun Bezirksvereine treten gänzlich ohne Legionäre an.

Ganz vorne wirst du damit vermutlich nicht mitspielen können. Leider. Denn irgendwo wird immer ein mehr oder weniger potenter Dorfkaiser zu viel Geld haben. Irgendwo wird der kurzfristige Erfolg immer einen höheren Stellenwert als das gesunde Wachstum genießen. Zeichen unserer Zeit.

Scheibbs hat sich mit dieser Entscheidung jedenfalls einen Gefallen getan und für Ruhe gesorgt. Die ewigen und lähmenden Diskussionen, ob denn die Legionäre überbezahlt seien, gehören nun der Vergangenheit an. Ein positiver Effekt des klaren Schnittes. Die andere positive Begleiterscheinung: Jetzt gibt es für die eigenen Kicker keine Ausreden mehr. Niemanden mehr, an dem man sich im Falle des Misserfolges abputzen könnte.

Die Zeit der Ausreden ist vorbei. Vom Aufstieg in die 1. Klasse ist der SV Scheibbs ohnehin meilenweit entfernt. Eine Drucksituation besteht nicht. Bessere Voraussetzungen, um die eigenen Kicker in Ruhe weiterentwickeln zu können, gibt es also nicht. Die Scheibbser Funktionäre haben eine gute Entscheidung getroffen.