Finanzielle Unabhängigkeit. Christian Eplinger über die Einkommensdiskussion bei Politikern.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 19. Juni 2018 (05:00)

Dem Transparenzgesetz sei Dank: Jetzt wissen wir fast auf den Euro genau, was unsere Landtagsabgeordneten neben ihrem Gehalt als Abgeordnete noch verdienen. In einem Land der Neider wie Österreich ein gefundenes Fressen. Vor allem, wenn man das Abgeordneten-Gehalt sieht: 7.005 Euro brutto beträgt es und orientiert sich dabei an der Höchstgrenze.

Viel Geld im Vergleich zum Durchschnittsbürger. Und dennoch nicht zu viel. Denn Abgeordnete sollen die Interessen des Volkes vertreten und brauchen dazu eine gewisse finanzielle Unabhängigkeit. Sonst sind wir schnell beim amerikanischen System des (gekauften) Lobbyismus.

Es steht den Abgeordneten auch zu, nach wie vor ihre Einkünfte aus ihrem Neben-/Hauptjob zu beziehen. Ob in voller Höhe gerechtfertigt, muss jeder für und mit sich abklären. Will man eine bunte Mischung bei den Abgeordneten haben, muss man ihnen das Recht einräumen, auch außerhalb der Politik gut zu verdienen. Daher keine Neiddebatte bitte. Der Job eines Abgeordneten ist ohnehin kein Honiglecken.