Geduld ist eine Tugend. Über den Auftakt im Ski-Weltcup-Zirkus.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 25. November 2020 (01:03)

Der Ski-Weltcup-Zirkus fand nach dem Auftakt in Sölden im finnischen Levi seine Fortsetzung. Aufgrund der Corona-Maßnahmen stiegen gleich zwei Slaloms der Damen. Der Grund: Der Weltcup-Plan sieht so wenig Überschneidungen von Damen- und Herrenbewerben vor. So fiel der Herren-Slalom im hohen Norden flach.

Bei den Damen blieb an sich alles beim Alten. Die Slovakin Petra Vlhova beeindruckte mit zwei Traumläufen und gewann somit zum fünften Mal in Serie im Slalom. Da konnte auch Comebackerin Mikaela Shiffrin noch nicht mithalten. Mittendrin auch die beiden Katharinas: Gallhuber und Huber. Während es für Katharina Huber mit zwei Top-15-Platzierungen nach Wunsch verlief, haderte die Göstlingerin Gallhuber mit einem Ausfall und dem 22. Endrang.

Nach dem Kreuzbandriss vor zwei Jahren ist die 23-Jährige noch im am langen und harten steinigen Weg zurück. Die Top-Ten sind zwar nicht außer Reichweite, doch das letzte Stück an Lockerheit fehlt. Gallhuber ist selbstkritisch genug und versucht jene Leichtigkeit zu finden. Dafür benötigt es eben Geduld, bis sich der Schalter umlegt.