Kleine Ursache, große Wirkung. Über die Wichtigkeit von Harmonie in einem Verein.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 03. September 2019 (02:15)

Der FC Göstling hat also einen historischen Saisonstart hingelegt. Drei Spiele, drei Siege. Seit 34 Jahren sind die Ybbstaler nicht mehr so gut gestartet. Der Verfasser dieser Zeilen watschelte damals noch mit Windeln durch die Welt, und die Göstlinger wurden Herbstmeister.

Als Indikator dafür, wohin die Reise in dieser Spielzeit gehen wird, funktioniert dieser Bilderbuch-Start freilich nicht ganz. Zu viel kann passieren, zu viele Runden sind noch zu spielen. Spricht man mit den Verantwortlichen, wird eine Sache aber schnell klar: Beim FC Göstling herrscht ein gutes Klima, herrscht die Harmonie, herrscht das Miteinander. Das war, dem Vernehmen nach, in den letzten Jahren nicht immer so. Sektionsleiter Thomas Füsselberger bestätigt das, wenn er sagt, dass im Verein „endlich wieder Ruhe eingekehrt ist.“ Fast noch wichtiger ist der nächste Halbsatz, den der er zu Protokoll gibt: „Das spürt auch die Mannschaft auf dem Feld.“

Füsselbergers Aussage kann gar nicht oft genug unterstrichen werden. Da können die ballesterischen Fähigkeiten der Herrschaften auf dem Grün noch so ausgeprägt sein: Wenn rundherum Missstimmung herrscht, werden sich auf dem Platz keine Höchstleistungen einstellen. Kleine Ursache, große Wirkung.