Kopfschütteln ist zu wenig. Über viele noch offene Fragen nach dem Brückeneinsturz.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 17. Juni 2020 (05:11)

Auch knapp zehn Tage nach dem Brückeneinsturz bei der Umfahrung Wieselburg herrschen Kopfschütteln und Unverständnis in der Region. Wie konnte das passieren?

Seit 20 Jahren wird an der Wieselburger Umfahrung gefeilt. Straßen- und Brückenbauplaner, Statiker, Geologen und viele weitere Experten waren in die Planungen und Berechnungen immer eingebunden. Ein – zugegeben riesengroßes – Bauprojekt, das eigentlich genauer nicht abgehandelt werden und bei dem nichts schief gehen könnte. Das hätte man zumindest bis zum 7. Juni geglaubt.

Die Frage ist jetzt: Wer ist schuld? Spekulationen machen die Runde. Denn einiges – so die zwei Meter hohe Schüttung über der Brücke oder die Eisen, die keine Betonreste aufweisen– scheint nicht ganz stimmig zu sein. Jetzt sind wieder Experten gefragt. Die genaue Ursache muss auf den Tisch. Nur dann wird man die Umfahrung – wenn auch mit Verspätung – guten Gewissens für den Verkehr freigeben können.