Leader gesucht, Leader gefunden. Über unterschiedliche Tendenzen in Gresten und Kienberg.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 02. April 2019 (08:19)

Einen „Umbruch, den keiner wollte“, durchlebt aktuell der SC Gresten-Reinsberg. Coach Karl Loibl gehen nämlich langsa,m aber sicher die Routiniers aus. Entweder haben die erfahrenen Spieler ihre Karriere beendet, den Fußball in der Lebensplanung ein wenig hintangestellt, oder sie müssen verletzt zuschauen. Gegen Frankenfels kassierte der SCG so mit einer jungen und engagiert auftretenden, aber eben unerfahrenen und führungslosen Truppe eine 1:4-Niederlage.

Welchen Unterschied Akteure machen können, die das Spiel an sich reißen und gestalten, an denen sich der Rest des Teams orientieren kann, zeigt aktuell der ASV Kienberg/Gaming. Mit Regisseur Matej Blahuta ist den Kienbergern ein wahrer Goldgriff gelungen. Neo-Stürmer Milan Ferencik hat zwar noch Luft nach oben, sorgte beim überraschenden Punktgewinn in Kirnberg aber für beide Gästetore.

Der ASV hat auf die katastrophale Hinrunde reagiert und Geld in die Hand genommen. In Gresten will man diesen Schritt nicht gehen. Mit den aktuell Verletzten kann auch durchaus wieder die Stabilität zurückkehren. Kein Grund also für Panikreaktionen. Beide Vereine sind aktuell ein gutes Beispiel dafür, wie wichtig Führungsspieler in einer Mannschaft sind. Ob die aus dem In- oder Ausland kommen, ist dabei wurscht.