Schade ist es schon ein wenig. Armin Grasberger über das mangelnde Interesse an der Top-Saison des TC Scheibbs.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 13. September 2016 (05:00)

Stellen Sie sich vor, Sie stehen im Finale eines bundesweiten Wettbewerbs, haben die Chance, Österreichs Nummer eins zu werden, und die Fans interessiert das nicht. Oder fast nicht. Der TC Scheibbs kann seit vergangenem Wochenende ein Lied davon singen. In Moll.

Die Bezirkshauptstädter standen im Finale der Österreichischen Tennis-Bundesliga und trafen auf den TC Gleisdorf. Eine historische Gelegenheit. Scheibbs – die beste Tennismannschaft des Landes. Schlussendlich reichte es nicht ganz. Platz zwei ist aber eine ebenso beachtliche Leistung. Das war ganz großes Tennis.

Allerdings wollten das, zumindest am vergangenen Wochenende, so gut wie keine Scheibbser sehen. Neben einigen Enthusiasten, die die Reise nach Gleisdorf im eigenen Auto angetreten hatten, fand sich nur eine Handvoll Unterstützer im eigens angemieteten Fanbus ein. Etwas mager. Der Grund, warum die Bezirkshauptstädter ihr A-Team leider nicht mit Liebe überhäuften, ist recht einfach zu finden: Es fehlt die Identifikation. Mit Michael Weinberger war nur ein Lokalmatador im Team. Der kam aber nicht zum Zug. Bei aller berechtigten Freude über den Scheibbser Erfolg muss man sich am Ende eingestehen: Das waren halt nur Teilzeit-Scheibbser.