Erstellt am 17. Juli 2018, 03:32

von Christian Eplinger

Schutz kann nie Garantie sein. Christian Eplinger über das Hochwasserschutzprojekt in Wieselburg.

Wieselburg, Juni 2009. Die Große und Kleine Erlauf sind zu reißenden Flüssen geworden, treten großflächig über die Ufer, überschwemmen zahlreiche Gebiete auch im Bereich der Stadt- und Landgemeinde Wieselburg. Ein Hochwasser, wie es die Wieselburger noch nie erlebt haben. Schnell wurde die Frage nach Schuldigen laut. Wer hat was wo verbaut? Wer das genehmigt? Wer übernimmt die Kosten für die Schäden?

Im gleichen Atemzug haben aber auch die Verantwortlichen reagiert. Die Bürgermeister pilgerten sofort gemeinsam nach St. Pölten und machten sich für einen Hochwasserschutz stark. Kein einfaches Unterfangen, ein neues Projekt, das bis dato noch nie zur Debatte stand, in die Förderpipeline zu bringen.

Nach nicht einmal zehn Jahren gab es am Samstag den Spatenstich für den Hochwasserschutz. Und gleichzeitig traten schon wieder die ersten Kritiker auf den Plan. Denen sei ins Stammbuch geschrieben: Hochwasserschutz ist immer ein Kompromiss. Einen 100-prozentigen Schutz gegen die Naturgewalten wird es nie geben. Die Natur ist – zum Glück – noch immer stärker als der Mensch.