So fühlt sich das also an .... Über die Lehren aus dem letzten Wochenende.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 14. Oktober 2020 (00:11)

Das war es also, das erste Sport-Wochenende ohne Zuschauer. Von den fünf angesetzten Fußball-Partien kamen lediglich zwei zur Austragung. Die sportlichen Belange außen vor gelassen: Was haben uns der vergangene Freitag und Samstag gezeigt? Dass die Leut trotzdem zum Fußball kommen. Dazu nutzen sie halt die örtliche Topografie aus (Bahndamm in Wieselburg). Wo sie die Topografie im Stich lässt, helfen sie selbst nach (Traktor+Anhänger in Oberndorf).

Das ist schön für die Leut. Und auch ein bissl schön für die Vereine, weil sie ihren Stellenwert im Sozialgefüge der Heimatgemeinde deutlich vor Augen geführt bekommen. Weniger schön ist, dass sie finanziell nix davon haben.

Was hat das letzte Wochenende noch gezeigt? Dass Vereine viel Extra-Arbeit auf sich nehmen, um den Fans trotz Verbotes ein sicheres Matcherlebnis zu bieten. Es schlägt die Stunde der Live-Streams.

Das letzte Wochenende war außerdem ein Beweis dafür, dass Verbote immer irgendwie umgangen werden. Immer. Ausnahmslos. Ob das in außergewöhnliche Zeiten wie den aktuellen ratsam ist, mag jeder für sich selbst beantworten. Dass Schnellschüsse und Ungleichbehandlung mehr Verwirrung und Grant stiften, als Ruhe bringen, ist aber auch irgendwo klar.