Übermut tut am Berg nicht gut. Christian Eplinger über Leichtsinn, der an Dummheit grenzt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 14. Februar 2017 (05:00)

Sechs Absperrtafeln, die auf Lawinen- und Absturzgefahr hinweisen. Eine gespannte Leine, mit der das freie Gelände deutlich von der Piste getrennt ist.

Das alles war am Samstag am Hochkar noch immer zu wenig. Zu wenig, um den Leichtsinn – oder die Dummheit – zweier junger Wiener stoppen zu können. Die beiden kletterten unter der Absperrung durch und gingen auf die Schneekante zu, um ein Selfie zu machen. Sie rutschten ab und stürzten in die Tiefe. Der eine rund 70 Meter, der andere knapp 100 Meter. Dabei fielen sie auch über einen knapp fünf Meter hohen Felsabbruch. Sie hatten Glück, kamen mit Abschürfungen davon.

Doch sie lösten eine Suchaktion der Bergrettung und einen Rettungseinsatz des Notarzthubschraubers aus. Zum Glück herrschte gutes Wetter, sodass der Einsatz schnell abgeschlossen werden konnte. Dennoch bleibt wieder mal die Frage: Wer zahlt für den Einsatz?

Angesichts dieser Unvernunft bleibt zu hoffen, dass die beiden Wiener zur Kasse gebeten werden. Denn wie sagt schon ein Sprichwort: Wer nicht hören will, muss fühlen – eben auch über die Geldbörse.