Vandalismus als Hilfeschrei. Jutta Streimelweger über jugendliche Vandalen.

Von Jutta Streimelweger. Erstellt am 24. Juli 2018 (05:00)

Schon wieder Vandalismus in Wieselburg: Erst Anfang des Jahres hatten jugendliche Täter eine Spur der Verwüstung durch die Stadt gezogen. Die 13- bis 17-Jährigen hatten dabei einen Schaden von 18.000 Euro angerichtet.

Nun kam es wieder zu Sachbeschädigungen: Mit Sprühdosen bewaffnet verunstalteten noch unbekannte Täter den Schlosspark und den Innenhof. Der Ärger ist groß – auch vor den Fluss-Statuen machten die Täter nicht Halt. Verdächtigt werden wieder Jugendliche als Täter.

Trotz Jugendtreff und Beratungsstelle entladen sich Langeweile gepaart mit zerstörerischem Tatendrang immer wieder am öffentlichen Gut. Ein Jugendzentrum allein ist nun mal kein Allheilmittel. Zudem zeigte sich in der Vergangenheit, dass die Täter teils aus der Umgebung kommen.

Mit seinem Jugendservice steht Wieselburg aber im Bezirk alleine da. Es braucht mehr Angebote und Treffpunkte für die Heranwachsenden, wo mittels Betreuung gezielt ihre Energie in harmlose Bahnen gelenkt wird. Klar ist aber: Auch die Eltern tragen vorrangig eine Verantwortung.