Vom Abwarten und grünem Tee

Karin Katona über den langen Weg zur grünen Bezirksgruppe.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 04:58
Lesezeit: 1 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr

Lang ist sie her, die Glanzzeit der Grünen im Bezirk: 5,70 Prozent erreichten sie im Bezirk bei den Landtagswahlen 2003. Im Landesvergleich kein glänzendes Ergebnis, doch 2005 stellten die Grünen immerhin Ortsgruppen in drei Gemeinden. Seit dem Zwist mit der Landespartei 2012 und der Auflösung der Bezirksorganisation waren die Grünen im Bezirk auf sich allein gestellt. Die Scheibbser Grünen unter Raimund Holzer machen längst ihr eigenes Ding.

Christian Müller von den Purgstaller Grünen hat wieder zarte Bande mit den Landesgrünen geknüpft und darf sich „designierter Bezirksverantwortlicher“ nennen. Nun wurde er in den Landesausschuss gewählt – ein guter Schritt. Die Gründung einer Bezirksgruppe lässt aber immer noch auf sich warten.

Grünes Wählerpotential im Bezirk ist da. Ohne eine starke Bezirksvertretung werden den Grünen aber bald die letzten Getreuen davonlaufen. Keine Partei kann von ihren Wählern erwarten, nur auf bessere Zeiten zu warten und (grünen) Tee zu trinken – auch wenn der das Wahlgeschenk der Grünen vor den Landtagswahlen 2018 war.