Vom Radweg zur Narzissenblüte. Christian Eplinger über gemeinsame Projekte, die ein Tal zusammenschweißen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 09. Mai 2017 (05:00)

Das Ybbstal gilt seit vielen Jahren als Problemgebiet. Wirtschaftlich von den Ballungszentren abgelegen und verkehrstechnisch schwer erreichbar haben viele Gemeinden des Ybbstals mit der Abwanderung zu kämpfen. Inzwischen fechten sie diesen Kampf aber nicht mehr einzeln aus, sondern viel mehr als Gemeinschaft. Und die stärkt und schweißt zusammen.

Was im Zuge der Schließung der Ybbstalbahn mit dem eigentlich touristischen Projekt Ybbstalradweg begonnen hat, setzte sich über die Narzissenblüte fort und zeigt inzwischen auch wirtschaftliche Auswirkungen – vom Breitbandausbau bis hin zu Crowdfunding-Projekten wie jenen in Hollenstein. In seiner Gesamtheit hat die Region sehr viel zu bieten.

Das Fest zur Ybbstaler Narzissenblüte ist dabei nur ein kleiner aber wichtiger Teil, da es vor allem auch eine Veranstaltung für die einheimische Bevölkerung ist. Es ist aber auch ein Symbol, wie die Ybbstal-Gemeinden zusammenarbeiten. Dabei gehen heuer sogar die in Lunz gestalteten Fotofenster auf Wanderung. Zu hoffen ist jetzt nur, dass auch das Wetter mitspielt und die Narzissen rechtzeitig blühen.