Weniger ist dann doch mehr. Über eine notwendige Neueinteilung der 2. Klasse Alpenvorland.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 30. April 2019 (02:30)

Derbys. Das Salz in der Fußballsuppe. Die Spiele, in denen alte Rivalitäten gepflegt werden, Weltanschauungen aufeinanderprallen. Die Spiele, nach denen die Sieger besonders beschwingt durch die Arbeitswoche schweben und die Verlierer unter ein paar mehr Häklereien zu leiden haben.

In der Spielzeit 2018/2019 der 2. Klasse Alpenvorland gibt es gefühlt jede Woche eins dieser Nachbarschaftsduelle. Daran ist gar nicht zwingend der Umstand schuld, dass vier der acht Teams aus demselben Bezirk kommen. Vielmehr ist problematisch, dass die Vereine vier Mal pro Spielzeit aufeinandertreffen. Verkommt das Spezielle zur Alltäglichkeit, verliert es seinen Reiz.

Der Kalender der Alpenvorland ist außerdem aufgebläht. 28 Spieltag in der untersten Leistungsstufe sind ganz einfach zu viel. Rechnet man nämlich noch Vorbereitung, Testmatches und den normalen Trainingsbetrieb dazu, wird schnell verständlich, dass sich viele Spieler überfordert fühlen.

Es war ein interessantes Experiment, für die kommende Saison wird es aber wohl besser sein, wenn die 2. Klasse Alpenvorland zu einem üblicheren Ligenformat zurückkehrt. Wahrscheinlich kommt es dadurch zu längeren Anfahrtswegen, die Derbys würden aber ihre Besonderheit zurückbekommen.