Man lernt halt nie aus. Armin Grasberger über die lehrreiche Vorbereitungszeit

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. August 2017 (05:00)

Vorbereitungszeit ist Experimentierzeit. War schon immer so, wird auch immer so bleiben. Wann sonst hat ein Trainer die Möglichkeit, an seinem System zu feilen, dem einen oder anderen Stellrädchen zu drehen? Im laufenden Meisterschaftsbetrieb eher nicht. Sieht er sich dennoch dazu gezwungen, dann ist die Saison wohl bisher nicht so verlaufen, wie gewünscht. Warum sollte ein funktionierendes System auch umgekrempelt werden.

Trainer können in der Vorbereitung also etwas dazulernen. Für Spieler gilt das gleichermaßen. Der ewige linke Außenpracker ist in Wahrheit vielleicht ein grandioser Flügelflitzer, der Stoßstürmer womöglich ein genialer Spielmacher. Wird man nie wissen, wenn man es nicht probiert. Geht die Idee nach hinten los, ist zumindest nichts passiert und der Kicker um eine Erfahrung reicher.

Damit aber noch nicht genug. Auch die Zuschauer können in der Vorbereitung ihren Horizont erweitern. Oder hätten Sie gewusst, was eine „Schottische Furche“ ist? Na eben. Kurze Erklärung: Im Grunde genommen ein 2-3-5. Der Name kommt vom Dreieck, das sich durch die Aufstellung bildet. Und weil die Idee eben in Schottland entwickelt wurde. Vielen Dank an Wieselburgs Sektionsleiter Richard Scheidl für diesen Input. Vorbereitungszeit ist eben auch Lernzeit.