Metropole der Besonderheiten. Christian Eplinger über beeindruckende Kultur am Land.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 18. Mai 2015 (12:38)
Vor 18 Jahren wurde Suzie Heger von vielen belächelt. Sie wolle ein Kulturfestival mit einem Mix aus Volksmusik, Theater, Lesungen, Konzerten und verschiedenen Performances inszenieren. Aber nicht in einer Stadt. Nein, am Land. Künstler, die auf internationalen Bühnen auftreten, sollten sich in die Provinz nach Lunz „verirren“.

Seit 1997, der Premiere der „Lunzer Sommerspiele“, ist viel Zeit vergangen. Aus den Sommerspielen wurden die „wellenklaenge“. Der Anspruch von Intendantin Suzie Heger blieb all die Jahre hindurch derselbe. Sie wollte besondere Kunst und besondere Künstler in das besondere Ambiente nach Lunz bringen. Dass seit Beginn des Festivals die Lunzer selbst stark in das Geschehen eingebunden waren, ist eines der Erfolgsrezepte.

Heuer stehen die Lunzer noch mehr im Mittelpunkt als bisher. Sie sind Hauptdarsteller im Projekt „Die Wahl“, bei dem Jacqueline Kornmüller und Peter Wolf das Leben von Menschen in einer Gemeinschaft hinterfragen. Heute blickt man neugierig und gespannt nach Lunz. Belächelt wird Suzie Heger schon lange nicht mehr.