Ambitioniertes Ziel für Zukunft. Über den Ausstieg von Gaflenz aus der 1. Landesliga.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 10. Juni 2020 (00:49)

Die Coronakrise hat ein weiteres Fußball-Opfer gefordert. Landesligist Gaflenz zog seine Kampfmannschaft und Reserve vollständig aus dem Meisterschaftsbetrieb zurück. Die Oberösterreicher betreuen weiterhin mehrere Nachwuchsteams, doch mit der 1. Landesliga ist Schluss. Oder besser gesagt: r den Erwachsenenfußball ist einmal Pause angesagt.

Ganz überraschend war der Rückzug nicht. Bereits im Winter und vor der Coronakrise hielten sich die Gerüchte über die schwierige finanzielle Lage in Gaflenz hartnäckig. Obmann und Bürgermeister Johann Kellnreither stemmte sich gegen einen drohenden Abstieg und sprach von einer schwierigen aber machbaren Situation.

Eine der ersten Anzeichen war das Ende des Engagements von Erfolgstrainer Stefan Kogler, der direkt nach der Herbstmeisterschaft bereits den Schlussstrich zog. Mit einem neuen Legionär sollte die Klasse gehalten werden. Doch die Coronakrise machten einen geregelten Spielbetrieb nicht mehr möglich. Da auch die Sponsorgelder ausbleiben werden und die 2.000-Einwohner große Gemeinde mit dem eigenen Nachwuchs nicht die 1. Landesliga stemmen kann, war der Rückzug schlussendlich die nicht abzuwendende Konsequenz.

Das neu ausgegebene Ziel, mit einer U17 zu starten, und nach zwei Jahren wieder mit einer Kampfmannschaft in der 2. Klasse einzusteigen, ist aber ebenfalls so ambitioniert, wie der Versuch in den letzten Jahren in die Regionalliga aufzusteigen. Denn nach einer Pause im Erwachsenenfußball wieder einzusteigen, wird hart genug für den Klub.