Markt hat sich nicht verändert. Über die Transfers trotz Coronakrise.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 15. Juli 2020 (00:23)

Als am 15. März alle Spiele aufgrund der Coronasituation abgesagt wurden, hofften zunächst noch alle auf einen Meisterschaftseinsatz nach Ostern. Als dies immer unwahrscheinlicher wurde und die Meisterschaft schlussendlich ihren Abbruch fand, bekamen die Fußballromantiker Gehör.

Der Transfermarkt im Amateurbereich würde sich grundsätzlich verändern. Diejenigen, die gute Nachwuchsarbeit leisten, würden stark davon profitieren. Der Einsatz von Legionären werde zurückgehen. Die Klubs würden nicht mehr die finanziellen Ausgaben tätigen können wie vor der Krise.

Ein Blick auf die Transferübersichten widerlegt zerstreut diese Hoffnungen. Gute Nachwuchsarbeit bringt einem mit Sicherheit keinen Nachteil, aber der von vielen erwartete Vorteil nach der Coronakrise hat sich einmal nicht bewahrheitet. Legionäre tummeln sich weiterhin bis in die untersten Klassen. Auch auf die Gefahr hin, dass sie nicht einreisen können. Die Transfers haben sich sogar gehäuft, da alle Klubverantwortlichen mehr Zeit hatten, sich auf die Kaderplanung zu konzentrieren, ohne „störender“ Meisterschaft.

Den Fußballromantikern muss nach der Sommertransferperiode gesagt werden: Der Markt hat sich auch nach der Coronakrise nicht verändert.