Reden wir einfach drüber. Michael Moser über die halb ausgesprochenen Titelträume der Purgstaller.

Von Michael Moser. Erstellt am 08. September 2014 (09:55)

Die Wege an das Ziel Meistertitel heranzugehen sind oft unterschiedliche. Alleine ob man davon spricht oder nicht, scheint schon von großer Bedeutung zu sein.

Bei der SVg Purgstall hat man sich für einen Mittelweg entschieden. Der Obmann will nicht, Trainer und Spieler dagegen schon. Ersterer will den Druck von der Mannschaft nehmen, Letztere wollen vor allem eines, raus aus einer Liga ohne Derbys. Dazu hat Purgstall im Sommer aufgerüstet und die Pläne scheinen aufzugehen. Vier Siege aus vier Spielen, dazu ein Toreschnitt von 4,5 Toren pro Spiel.

Wo Purgstall derzeit auch auftritt, gibt es Spektakel, Tore und vor allem Punkte. Macht die Mannschaft so weiter, wird es selbst für Obmann Plank schwer, das Wort Titel nicht in den Mund zu nehmen. Grund es nicht zu tun, besteht keiner. Die Mannschaft hat mittlerweile bewiesen, dass sie mit Druck umgehen kann, dieser sollte also nicht zum Stolperstein werden.

Das einzige Problem, das Purgstall bekommen könnte, wäre der Leichtsinn. Erste Anzeichen dafür gab es schon gegen Hafnerbach, doch die Reissner-Truppe kratzte auch in diesem Spiel die Kurve. Druck wird also nicht der entscheidende Faktor auf dem Weg zum Titel sein. Purgstall kann sich im Grunde nur selbst schlagen, wenn sich das Gefühl der Sättigung vor dem Erreichen des Titels eingestellt hat.