Geringes Risiko, großer Nutzen. Über das angespannte Warten im Nachwuchsfußball

Von Michael Bouda. Erstellt am 10. März 2021 (03:19)

Von Oberndorf bis Göstling hoffen die Fußballklubs, dass ab 15. März der Nachwuchs wieder gemeinsam auf den Rasen darf. So hat es die Bundesregierung zumindest angekündigt, planen kann man damit aber noch nicht: Auch eine Woche nach der Pressekonferenz gab‘s noch keine näheren Vorgaben und mit dem weiteren Beobachten des Covid-Infektionsgeschehens wackelt die Öffnung überhaupt.

Weiter mit der Öffnung zu warten, wäre falsch. Die Zahlen sind hoch, keine Frage. Und die Maßnahmen dienen auch dazu, die Mobilität zu reduzieren, damit es weniger Ansteckungen gibt. Tatsache ist aber, dass die Mobilität im dritten Lockdown deutlich weniger abnahm als im ersten. Die Protagonisten im Nachwuchsfußball, Schülerinnen und Schüler, sind ohnehin mehrmals pro Woche unterwegs. Hinzukommen die Tests in den Schulen. Und: das Bedürfnis nach Sport und sozialen Kontakten. Außerdem können die Klubs auf ihren Präventionskonzepten aus dem Herbst aufbauen.

Mit dem Virus darf keinesfalls leichtfertig umgegangen werden. Aber gerade im Nachwuchsfußball sind die Bedingungen perfekt, um das Risiko zu minimieren und gleichzeitig den größten Nutzen zu ziehen.

Michael Bouda