„Dass es sowas heut noch gibt“. Über die Rückkehr der Legenden des SV Gaflenz.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 01. Juli 2020 (02:02)

Es ist schon eine sehr schöne Geschichte. Da zerbröselt es den SV Gaflenz beinahe. Der Rückzug aus der 1. Landesliga soll einhergehen mit der Einstellung des Kampfmannschaftsbetriebs. Was bleibt, ist die leise Hoffnung auf einen Neustart in einigen Jahren. Düstere Aussichten. Zu düster für manch Gaflenzer Legende. Also kehren die Ehemaligen aus der Pension zurück und helfen, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. In der 2. Klasse.

Es wäre an dieser Stelle ein Leichtes, ins Schwärmen zu geraten. Weil solche Geschichten halt wirklich nur der Fußball schreibt. Der Grat zwischen Hymne und Schmalztopf ist aber immer ein recht schmaler. Also überlassen wir die Bühne lieber den Protagonisten. „Es geht hier ums Überleben unseres Vereins. Wir machen das nicht für Geld, sondern weil unsere Haberer auch dabei sind.“

Clemens Zavarsky ist einer der Comebacker. Denkt er an seine Kollegen, gerät er ins Schwärmen. „Der Lucic Moris, der Bichlbauer Josef, der Stütz Martin, der Kleinlehner Patrick, der Reifberger Erwin, der Hochbichler Gerald... Ich freu mich sehr drauf.“

Ins Schwärmen gerät auch Gaflenz-Obmann Günther Kellnreitner ob dieser Vereinstreue. „Dass es sowas heut noch gibt, ist großartig.“ Es ist schon eine sehr schöne Geschichte.