Die Arbeit vorm Vergnügen. Armin Grasberger über die anstrengende Trainingsarbeit im Verborgenen.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 24. Januar 2017 (02:35)

Während in Österreich seit Wochen flächendeckend Väterchen Frost regiert und sich jeder halbwegs vernünftige Mensch im warmen Zuhause verschanzt, neigt sich die Schonzeit für die Kickerriege des Bezirkes Scheibbs langsam aber sicher ihrem Ende zu. Der Trainingsauftakt naht bzw. ist stellenweise sogar schon über die Bühne gegangen. Bei Temperaturen, die die Nasenflügel an der dazugehörigen Scheidewand anpicken lassen und Gesichtshaar in ein erhabenes Weiß tauchen. Gemütlich ist das nicht.

Aber es muss halt sein, will man im Frühjahr konkurrenzfähig bleiben. Die Gegnerschaft schläft nämlich definitiv nicht. Fußball spielt sich schon längst nicht mehr nur am Wochenende ab. Die 90 Match-Minuten, die sind die Kirsche auf dem Eisbecher. Davor warten Schweiß und Blut.

Natürlich: Es ist und bleibt ein Hobby. Und am Ende des Tages wird niemand gezwungen, sich für das Team zu schinden. Man macht es halt dann aber doch. Weil man nicht anders kann. Auch dann, wenn es draußen an die zehn Grad minus hat. Und diesen Einsatz, diese Hingabe sollte sich der eine oder andere Grantler auf der Tribüne vielleicht in Erinnerung rufen, wenn das nächste Mal eine Großchance ausgelassen wird. Absichtlich macht das nämlich auch keiner.