Die große Macht der Spieler. Franz Willatschek über den ersten Trainerwechsel der Saison.

Von Franz Willatschek. Erstellt am 20. September 2016 (04:11)

Als erster Bezirksverein hat der SV Scheibbs einen Trainerwechsel vorgenommen. Nach nur fünf Runden musste Josef Stangl trotz des 8:0-Sieges gegen Viehdorf seinen Hut nehmen. Ganz überraschend kam für ihn die Trennung aber sicherlich nicht. Seit Wochen brodelte es bei den Bezirkshauptstädtern. Der Saisonstart verlief für den Meisterkandidaten alles andere als nach Wunsch.

Die mäßigen Leistungen der Legionäre, die zu defensive Spielweise des Trainers und die Reibereien zwischen Mannschaft und Stangl haben in Summe als einzigen Ausweg eine Rochade am Trainersessel bewirkt. Die Macht der Spieler wurde dabei einmal mehr aufgezeigt. Die berühmt-berüchtigte Chemie zwischen Coach und Team, die nicht mehr stimmte, gab am Ende den Ausschlag.

Ein legitimer Schritt, denn bevor die Kette, die ein Teamgefüge zusammenhält, endgültig reißt, sollte das schwächste Glied – und das ist nun Mal der Trainer – gegen ein neues, vermeintlich besseres ausgetauscht werden. Für Stangl ist dieser Schritt bitter, da er auch bei seinem letzten Verein, dem USC Mank, überraschend vor die Tür gesetzt wurde.

Das ist nun Schnee von gestern. Die Gegenwart für den SV Scheibbs heißt Josef Lagler, und der kann nur hoffen, dass die Chemie zwischen ihm und den Spielern stimmt.