Immer mit der Ruhe. Armin Grasberger über die verzwickte Situation beim SV Oberndorf.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 10. Oktober 2017 (02:45)

Frustriert. Mit diesem Wort wird die vorherrschende Gefühlslage beim SV Oberndorf aktuell wohl am akkuratesten umschrieben. Fulminant starteten die Melktaler in die neue Spielzeit, fegten ihre Gegner reihenweise von den Gebietsligaplätzen der Region. Das Werkl lief. Wie geschmiert.

Doch seit geraumer Zeit stottert der Motor. Seit drei Spielen wartet der SVO nun bereits auf einen vollen Erfolg. Der will sich, trotz teilweise drückender Überlegenheit, aber nicht und nicht einstellen. Dem geneigten österreichischen Fußballfan kommt dieses Szenario vermutlich gerade schmerzlich bekannt vor. Beim Nationalteam lief es ähnlich. Chancen, Chancen, Chancen. Aber keine Tore. Wie das im Falle der ÖFB-Equipe endete, wissen wir alle. Leider.

In Oberndorf denkt niemand an derart irrwitzige Kurzschlussreaktionen. Warum sollten sie auch? Trainer Thomas Kern stellt seine Truppe Woche für Woche perfekt ein. Die Melktaler finden ihre Möglichkeiten ja nicht aus Zufall vor, sondern erspielen sie sich. Immer wieder. Nur leider treffen sie nicht. Immer wieder. „Das Glück, das uns derzeit fehlt, müssen wir uns wieder erarbeiten“, weiß Sektionsleiter Markus Ellmauer. Und das gelingt am besten mit Ruhe und Selbstbewusstsein. Der Vorschlaghammer wäre fehl am Platz.