Wochen der Selbsterkenntnis

Armin Grasberger über den wohl verpassten Meistertitel in Wieselburg.

Erstellt am 08. Mai 2018 | 01:32
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„Für ganz oben fehlt uns noch was.“ Eine klare Aussage, die den aktuellen Status des SC Wieselburg treffend zusammenfasst. Getätigt hat sie Trainer Markus Hieß. Der Zug in Richtung Meistertitel in der 2. Landesliga West ist für die Braustädter nach dem 1:1 im Derby gegen Ybbs wohl endgültig abgefahren. Nur ein Sieg aus den letzten vier Spielen, dazu drei Remis. Der Ausrutscher von Leader Kilb in Schrems (0:2) blieb ungenützt. Für ganz oben fehlt noch was.

In Wieselburg bricht aber jetzt keinesfalls die Zeit des Lamentierens aus. Gegenseitige Schuldzuweisungen gibt es nicht. Öffentlich nicht, und intern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch nicht. Zu überlegt und bedacht hat die Funktionärsriege in den letzten Jahren agiert.

Was jetzt allerdings anbricht, ist die Zeit der Experimente. Die Braustädter nutzen die verbleibenden Begegnungen, um unter Wettkampfbedingungen für die kommende Saison testen zu können. Das Ziel, womöglich ungeschlagen durchs Frühjahr gehen zu können, dabei immer vor Augen. Ein vielleicht wichtiger Startvorteil für die Meisterschaft 2018/2019. Die Zeit, um an diversen Stellschrauben drehen zu können, ist im Sommer ohnehin meist eng bemessen. Wieselburg nimmt sie sich halt einfach jetzt.