Und die Welle bricht nicht. Über die Ankunft der SVg Purgstall in der 2. Landesliga.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 27. August 2019 (01:50)

Ein Märchenbuch. Ein umfangreiches. Das schreibt die SVg Purg stall gerade. Die Erlauftaler sind aber sowas von angekommen in der 2. Landesliga. Erstes Heimspiel der Geschichte, zu Gast die Quasi-Nachbarn aus Ybbs. Perfektes Fußballwetter, großer Andrang, perfekte Kulisse. Und dann noch ein 3:0-Sieg. Besser geht‘s nicht. Ganz und gar nicht.

Den Purgstallern ist es gelungen, den viel und oft zitierten Schwung aus der Vorsaison mitzunehmen, die Welle weiter zu reiten. Die Erfolgs-Truppe der letzten Spielzeiten ist im Großen und Ganzen zusammengeblieben, wurde punktuell verstärkt. Man kennt sich, man rennt füreinander, man fightet füreinander.

Aufgebaut hat sich die erwähnte Welle aber nicht erst in jüngster Vergangenheit. Ihr Fundament liegt weiter in der Vergangenheit. Blickt man einige Jahre zurück, hing der Purgstaller Fußballhimmel nämlich keineswegs voller Geigen. Es waren Gewitterwolken. Die Erlauftaler kamen nicht und nicht aus der 2. Klasse heraus. Viel wurde probiert, wenig hat funktioniert. Seit dem Meistertitel in der Saison 2014/2015 geht es nun kontinuierlich bergauf. Die mageren Jahre sind heute wohl ein großer Vorteil. Der Verein — Funktionäre, Spieler, Fans — weiß, wie es dort unten ist. Und da wollen sie in Purgstall nie wieder hin. Das wäre nämlich auch kein feines Ende für das umfangreiche Märchenbuch.