Vielleicht ist es gut für den Kopf. Über die erste Niederlage des FC Göstling.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:45)

Jetzt ist es also passiert. Mit dem FC Göstling hat auch das letzte Team des Bezirks seine erste Saisonniederlage bezogen. Die Serie ist gerissen. In der achten Runde, immerhin. Wer hätte zu Beginn der Spielzeit schon für möglich gehalten, dass die Elf von Coach Ingemar Bayer Anfang Oktober an der Tabellenspitze der 2. Klasse Ybbstal steht? Wer jetzt die Hand hebt, der lügt.

Ein Szenario also, mit dem auch die kühnsten Optimisten nicht hatten rechnen können. Ein Szenario aber auch, auf das sich die Spieler nicht wirklich vorbereiten konnten. Der FC war in den letzten Jahren alles andere als erfolgsverwöhnt. Wie also umgehen mit diesem Lauf? Thomas Füsselberger, Sportlicher Leiter des FC, hat es Woche für Woche vorgebetet: Wir schauen von Spiel zu Spiel. Der planmäßige Tritt auf die Euphoriebremse. So ein bissl die sportliche Variante des ur-österreichischen „Schauma moi, daun sengma eh“ also.

Vielleicht ist es gar nicht so schlecht, dass die Serie gerissen ist. Der Gedanke daran, wann den nun die erste Niederlage kommen würde, der ist immer da. Ob man das will, oder nicht. Die Frage ist jetzt beantwortet, der Druck ist weg. Vielleicht war diese Niederlage, so paradox das auch klingen mag, gut für den Kopf.