Von Teilzeit zu (Quasi-)Vollzeit. Über den frühen Start der Frühjahrs-Vorbereitung.

Von Armin Grasberger. Erstellt am 03. Dezember 2019 (01:24)

„Wir sagen euch an, den lieben Advent. Sehet die erste Kerze brennt.“ Und Wieselburg rennt und schwitzt und werkelt. Werkelt an der perfekten körperlichen Konstitution für die knochenharte Rückrunde in der 2. Landesliga West, die da auf die Braustädter zurollt. Abstiegskampf, lautet die Überschrift. Coach Rudolf Vogel bittet seine Kicker deshalb bereits wieder zum (abgespeckten) Training.

Bei den Nachbarn und Liga-Rivalen von der SVg Purgstall nimmt man das mit der Winterpause auch nicht so wirklich ernst. Die Erlauftaler haben nach der letzten Runde der Herbstmeisterschaft bis Ende November weitertrainiert, wollen die gute Stimmung und den Schwung mitnehmen, die Welle weiterreiten, die sie an die Tabellenspitze gespült hat.

Was diese Beispiele zeigen: Der Unterhausfußball professionalisiert sich immer mehr. Die Anforderungen an die Kicker steigen. Man darf nicht vergessen, dass wohl der überwiegende Großteil der Spieler neben dem Training im Verein auch in seiner Freizeit den Sport in den Mittelpunkt seines Alltages stellt. Ausdauerläufe, Radtouren, Besuche im Fitnessstudio etc. Von der lustigen Hobby-Partie, die unter der Woche ein Mal trainiert und am Samstag kickt, ist das weit entfernt. Aus dem Teilzeit-Vergnügen ist ein Vollzeit-Hobby geworden.