Oberndorf an der Melk

Erstellt am 22. Januar 2019, 01:00

von Armin Grasberger

Wo ist bloß die Liebe hin?. Armin Grasberger über finanzielle Forderungen im Unterhaus.

„Es wird generell immer schwieriger“, konstatiert Markus Ellmauer, stellvertretender Obmann des SV Oberndorf. „Wir haben zig Spieler unter die Lupe genommen. Leider klaffen seitens der Kicker sehr oft Wirklichkeit und die Erwartungen im finanziellen Bereich weit auseinander.“ Der Gebietsligist ist seit Wochen auf der Suche nach einem neuen Stürmer. Erfolg konnte noch keiner vermeldet werden.

Es spießt sich, wie so oft, an den Finanzen. Irgendwann hat sich eine Spirale in Gang gesetzt, aus der es keinen Ausweg mehr zu geben scheint. Irgendwer hat damit begonnen, irrwitzige Summen an Unterhauskicker auszuzahlen, und irgendwer bietet immer ein bissl mehr. Einerseits wären die Spieler blöd, sich ihr Hobby bei Gelegenheit nicht vergolden zu lassen. Stimmt schon.

Andererseits bleibt der Fußball für den überwiegenden Großteil eben ein Hobby. Wa rum braucht‘s da eine finanzielle Vergütung? Aufwandsentschädigung, ja. Schmankerl in Form von Trainingsbekleidung, ja. Punkteprämie, mit Bauchweh. Wann ist es aus der Mode gekommen, einfach nur zu kicken, weil man den Sport liebt? Und wir reden hier vom Unterhaus. Weiter oben sieht die Welt anders aus. Aber ganz ehrlich: Kicken nur für Geld? Das kann‘s doch auch nicht sein.