Zumutbarkeit und Perspektive. über das Ringen nach Arbeitskräften im Bezirk.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 07. Juli 2021 (05:51)

Die Gastro-Branche hat schon vor Corona händeringend nach Personal gesucht. Die Pandemie hat das noch verschlimmert. Viele ehemalige Gastro-Mitarbeiter haben sich neu orientiert. Manche seien auch in neue Berufe gedrängt worden, heißt es in der Branche. So stark, dass einige Betriebe aktuell gar nicht aufsperren können, weil das Personal fehlt.

Die Branche ist damit aber im Bezirk kein Einzelschicksal. Der Blick auf die Arbeitslosenzahlen vom Juni zeigt: Der Personalmangel zieht sich quer durch alle Branchen, Berufe und Qualifikationsniveaus. 580 sofort verfügbare offene Stellen sind ein absoluter Rekordwert im Bezirk.

Demgegenüber stehen 503 aktuell arbeitslos gemeldete Personen. Es passt eben nicht jeder Deckel zu jedem Topf. Andererseits muss man schon diskutieren, welche Wege und welche Arbeit sind dem einzelnen zumutbar? Oder brauchen wir stärkeren Zuzug, um die Wirtschaft mit Arbeitskräften bedienen zu können? Es geht für alle Seiten um die Perspektive.