Alena Fallmann wird Stadträtin in Scheibbs

Erstellt am 09. März 2020 | 18:45
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Alena Fallmann (VP, 30) ist erstmals für den Stadtrat nominiert.
Foto: Eplinger
ÖVP zeigt sich vor der konstituierenden Sitzung zufrieden, SPÖ und BUGS nur teilweise.
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„Alle Wünsche konnten wir nicht erfüllen, aber ich glaube, wir haben einen guten Weg der Zusammenarbeit gefunden“, sagt VP-Bürgermeister Franz Aigner vor der konstituierenden Sitzung des Scheibbser Gemeinderates diesen Dienstag. In Scheibbs soll es in der neuen Periode wieder sechs Stadträte geben – vier davon kommen von der ÖVP, je einer von der SPÖ und der BürgerInnenliste Gemeinwohl und Umwelt Scheibbs (BUGS).

Bei den Ausschüssen gibt es einen weniger als in der vergangenen Periode. Bürgermeister Franz Aigner wird künftig keinem Ausschuss mehr vorstehen. Die Aufgaben Raumordnung, Bauwesen und Infrastruktur, die Aigner bisher innehatte, soll Werner Ratay (VP) übernehmen. Dafür wandern die Wirtschaftsagenden zu Finanzreferent Vizebürgermeister Martin Luger (VP). Franz Jagetsberger (VP) soll seinen Ausschuss für Forstwirtschaft und Wegebau behalten. Erstmals für den Stadtrat nominiert ist Alena Fallmann (VP). Sie bekommt gleich ein „Mega-Ressort“ mit den Aufgabenbereichen Soziales, Gesundheit, Generationen, Bildung und Sport. Auch die Agenden für „Die Wanne Scheibbs“ fallen in ihr Ressort.

Opposition hätte sich Aufstockung gewünscht

SP-Fraktionsobmann Hans Huber ist für den Kultur-Stadtrat nominiert und BUGS-Listenführer Joseph Hofmarcher als Stadtrat für Umwelt, Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Mobilität. Die beiden zeigen sich mit der Zusammensetzung des Stadtrates nicht ganz glücklich. Sowohl SPÖ als auch BUGS hätten sich eine Aufstockung der Stadträte und Ausschüsse gewünscht. „Leider hat sich die ÖVP nicht durchringen können, Verantwortung abzugeben und die Arbeit aufzuteilen. Wir glauben, dass die sechs Ausschüsse mit jeweils acht Mitgliedern weniger effektiv sind, als wenn wir hier mehrere Ausschüsse mit weniger Mitgliedern gemacht hätten“, sagt Huber. Die SPÖ hat bei den Wahlen ihre sieben Mandate gehalten, verliert aber einen Stadtrat. „Wir haben die Hälfte der Stimmen der ÖVP und fast doppelt so viele wie BUGS. Im Stadtrat spiegelt sich dieses Wahlergebnis aber nicht wieder“, kritisiert Huber. Die Wohnungsagenden, die bisher bei der SPÖ waren, werden auf die VP-Ausschüsse Bauwesen (Sanierungen) und Finanzen (Vergaben) aufgeteilt.

Etwas mehr erhofft hätte sich auch BUGS-Listenführer Joseph Hofmarcher. „Ich hätte mir eigentlich die Raumordnungsagenden gewünscht, weil ich hier meine Fach-Expertise einbringen wollte. Allerdings überlässt uns die ÖVP in diesem Ausschuss den Obmann-Stellvertreter. Das ist zumindest ein kleiner Erfolg“, sagt Hofmarcher. Ein Bereich, der ihm fehlt, ist ein eigener Ausschuss für Digitalisierung und Kommunikation. „Der wäre gerade in Hinblick auf künftige Entwicklungen und mehr Bürgerbeteiligung wichtig gewesen“, erklärt Hofmarcher.

Übrigens: Dem Prüfungsausschuss soll künftig Adolf Wagner (SP) voranstehen, als Stellvertreterin ist Susanne Engelmayer (BUGS) nominiert.

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