Kontrollen in Amstetten und Lilienfeld wirken sich auf Scheibbs aus

Seit heute, Freitag, gibt es auch in den Bezirken Amstetten und Lilienfeld Ausreisekontrollen. Die hohen Inzidenzen der vergangenen Tage - Amstetten 582 und Lilienfeld 777 bei Impfquoten von 59,22 Prozent bzw. 60,98 % - machten diese auch in den beiden Scheibbser Nachbarbezirken nötig. In den Bezirken Melk und Scheibbs ist ja schon seit vergangenen Samstag eine Ausreise nur mehr mit gültigen 3G-Nachweis erlaubt. Die beiden neuen Hochrisikogebiete wirken sich allerdings auch auf die Kontrollen im Bezirk Scheibbs aus.

Erstellt am 29. Oktober 2021 | 07:12
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In Lassing bei der niederösterreichisch-steirischen Grenze wird weiterhin kontrolliert.
Foto: Georg Perschl

"Durch die Hochrisikoverordnung in den Bezirken Amstetten und Lilienfeld entfallen ab sofort die Kontrollen bei Fahrten in diese beiden Bezirke so wie schon seit Beginn auch zwischen den Bezirken Melk und Scheibbs nicht kontrolliert wird. Allerdings werden natürlich an den Außengrenzen der vier Hochrisikobezirke entsprechend kontrolliert", erklärt Bezirkshauptmann Johann Seper auf NÖN-Anfrage.

Damit fallen für die Polizeibeamten des Scheibbser Bezirks zahlreiche weitere Kontrollpunkte weg. "Wir kontrollieren jetzt aktuell nur mehr an den Bezirksgrenzen Richtung Steiermark und in den Bezirk St. Pölten-Land. Das ist natürlich zumindest vorerst ein wenig eine Entspannung bei den Ausreisekontrollen für unseren Bezirk", weiß Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger.

4.536 Personen kontrolliert, vier Anzeigen

Von Samstag bis Donnerstagabend wurden bei den Ausreisenkontrollen im Bezirk Scheibbs insgesamt 4.536 Personenkontrollen (2.980 Kraftfahrzeuge) durchgeführt. Dabei gab es in der Übergangsfrist von 23. bis 25. Oktober 19 Abmahnungen, von Dienstag bis Donnerstag 27 Ausreiseverweigerungen, die dann aber umgedreht haben, und vier Autofahrer, die trotz Anhaltung weitergefahren sind. "Diese vier bekommen eine Verwaltungsstrafanzeige", erklärt Bezirkshauptmann Johann Seper. 

Sieben-Tage-Inzidenz steigt wieder

Während die Sieben-Tage-Inzidenz im Bezirk Scheibbs vom Wochenende bis zum Nationalfeiertag von 620,7 auf 560,5 gesunken war, ist sie mittlerweile seit Mittwoch wieder im Steigen. Am Donnerstag betrug diese schon wieder 599. Das entspricht 249 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen im Bezirk Scheibbs.

Im Bezirk Melk sind es mehr als drei Mal so viele Neuinfektionen. 842 Personen haben sich da in den vergangenen sieben Tagen mit dem Corona-Virus infiziert. Das entspricht laut AGES Dashboard einer Sieben-Tage-Inzidenz von 1.075,6 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Der Bezirk Melk ist damit klarer Spitzenreiter in ganz Österreich, gefolgt vom Bezirk Lilienfeld (777,3) und dem Bezirk Braunau am Inn (675,2). Scheibbs liegt österreichweit an siebenter Stelle.

Die Impfquote ist im Bezirk Melk inzwischen schon über der 60 Prozent-Marke (60,17 Prozent). Im Bezirk Scheibbs liegt sie bei 57,80 Prozent. Weiterhin der niedrigste Wert in Niederösterreich.