Äschen finden neues Zuhause beim Kraftwerk Wieselburg . Äschen finden beim Kraftwerk Wieselburg in der Erlauf ihr neues Zuhause – Fischbesatz im Zusammenhang mit neuer Wehranlage und Fischaufstiegshilfe

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 24. Mai 2018 (12:47)
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EVN / Plutsch

Bereits 2015 errichtete EVN eine neue Wehranlage und einen Fischaufstieg beim Kleinwasserkraftwerk Wieselburg. Nachdem in den letzten Jahren die Restarbeiten, wie Bepflanzung oder die Herstellung der Zufahrt über den Werkskanal abgeschlossen wurden, werden nun gemeinsam mit der Österreichischen Fischereigesellschaft noch rund 1600 Äschen in die Erlauf entlassen.

„Damit sollte ein kleiner Beitrag zur Verbesserung des Lebensraumes geleistet werden“, so Christian Strohmayr von der EVN Ökostrom-Tochter evn naturkraft. Die EVN legt bei Kraftwerksmodernisierungen großen Wert auf den Erhalt des natürlichen Lebensraums der Tier und Pflanzenwelt und sieht sich nicht nur als Energieversorger, sondern auch als verlässlicher Partner.

Die Äsche ist in der Erlauf einer der Leitfische. „Es ist wichtig die Artenvielfalt zu erhalten und die gefährdeten Arten besonders zu schützen“, so Peter Benesch von der Österreichischen Fischereigesellschaft.

Das Kraftwerk Wieselburg

Die historische Kraftwerksanlage wurde wasserrechtlich 1851 zum ersten Mal nachweislich erwähnt und im Laufe der Zeit immer wieder erneuert. Im Jahre 1998 fand vom Vorbesitzer eine letztmalige Wehrreparatur statt. Das Kraftwerk wurde schließlich von der evn naturkraft im Jahre 2001 gekauft. 2015  wurden der Wehranlagenneubau und die Errichtung der Fischaufstiegshilfe beim Kraftwerk Wieselburg abgeschlossen und die Anlage wieder in Betrieb genommen.

Die Anlage besteht aus einer 100 m langen Wehr und einem Kraftwerk mit einer Fallhöhe von 2,2 m Fallhöhe. Die Anlage hat eine Leistung von rund 150 kW mit einer Jahreserzeugung von ca. 650.000 kWh. Das entspricht dem Strombedarf von knapp 200 durchschnittlichen Haushalten.

EVN / Plutsch