Umfahrung Wieselburg: In der Mitte Feuerahorn und Eisen. In der vergangenen Woche startete Wieselburg mit der Gestaltung der großen Kreisverkehre. Bäume sind gepflanzt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 29. April 2021 (05:56)

Bei den beiden großen neuen Kreisverkehren im Norden und Süden der Umfahrung Wieselburg herrschte in der Vorwoche reges Treiben. In Zusammenarbeit mit der Baumschule Moser wurden vom städtischen Bauhof Bäume gepflanzt, Leitungen verlegt und Fundamente geschaffen.

„Die beiden großen Kreisverkehre in Mühling und am Oberegginger Berg in Bergland werden von uns nach Plänen des Wieselburger Architektens Stefan Hinterhofer gestaltet. Die Gestaltung und Pflege der Kreisverkehre hat ja die Stadtgemeinde laut einstimmigem Gemeinderatsbeschluss vom Land übernommen“, schildert Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ).

„Kreativprozess“ mit Vertretern der InRegion

Die Gestaltung der Kreisverkehre sind aus einem „Kreativprozess“ (Leitner) der drei Wieselburger Architekten Stefan Hinterhofer, Georg Bauer und Wolfgang Thanel gemeinsam mit Vertretern von Wirtschaftsunternehmen sowie den Bürgermeistern der InRegion entstanden. Zentraler Schwerpunkt der Kreisverkehre sind vier Bäume und ein Eisenschriftzug. Pro Kreisverkehr werden vier mehrstämmige Feuerahornbäume gepflanzt. „Sie definieren die Wegkreuzung als besonderen Punkt“, erklärt Stefan Hinterhofer in seiner Projektpräsentation.

Dazu kommt ein als abstrakter Pfeil angebrachter Schriftzug, der auch hinterleuchtet und dadurch auch bei Nacht gut sichtbar sein wird. Wenn man von Ybbs oder Purgstall kommt, kann man „Wieselburg – Mehr vom Leben“ lesen. Kommt man in Bergland von Wieselburg, liest man den Schriftzug „Petzenkirchen – Bergland“. Als Symbol für den Eintritt in die Eisenstraße hat man als Material für den Schriftzug Eisen ausgewählt.

„Wir haben die Gestaltung in einem kleinen Gremium mit den Architekten besprochen und uns letztendlich bei den Kreisverkehren Nord und Süd für die Entwürfe von Stefan Hinterhofer entschieden. Die Ahornbäume sollen das grüne Bewusstsein der Region zum Ausdruck bringen, das Material Eisen unsere Wurzeln in der Eisenstraße widerspiegeln. Schlicht gehalten, aber dennoch symbolkräftig und auch bei der Erhaltung relativ pflegeleicht“, erklärt Leitner.

Eine besondere Gestaltung gibt es auch für den Kreisverkehr in Petzenkirchen. Dort – unter der Brücke waren Bäume ein Ding der Unmöglichkeit – wird eine drei Meter große Holzstatue des Heiligen Nepomuks, der als Schutzpatron für Brücken und Wege gilt, aufgestellt.

Angefertigt wurde diese im Herbst des Vorjahres aus einem von der Firma Wibeba gesponserten Eichenholz-Block durch Motorsägenschnitzer und Holzbildhauermeister Matthäus Mayrhauser aus Strobl in Salzburg. „Zusätzlich werden wir einen Holzsteg als Symbol der Verbindung der Region und der Bezirke beim Kreisverkehr anbringen“, erklärt Josef Leitner.