Mehr Diebstähle, weniger Einbrüche im Bezirk Scheibbs. Gesamtzahl der Kriminaldelikte im Bezirk ging um 16 Prozent zurück, dafür stieg Aufklärungsquote auf 62,4 Prozent.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 25. März 2021 (04:56)
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Das Erfreuliche vorneweg: Die Zahl der Kriminaldelikte ist im Jahr 2020 um 16 Prozent gesunken. Gab es 2019 noch 1.024 Delikte im Scheibbser Bezirk, so reduzierte sich diese Zahl im Vorjahr auf 862 Delikte. „Da macht sich natürlich die Corona-Situation bemerkbar. Wir hatten einen deutlichen Rückgang von fast 40 Prozent bei Einbrüchen aller Art. So gab es zum Beispiel im Vorjahr nur 22 Einbrüche oder Einbruchsversuche in Wohnhäuser“, analysiert Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger.

Bezirkspolizeikommandant Thomas Heinreichsberger freut sich über 62,4 % Aufklärungsquote.
LPDNÖ, LPDNÖ

Ebenfalls erfreulich: Die Aufklärungsquote stieg um 3,3 Prozent auf 62,4 Prozent. Auch das führt Heinreichsberger auf den im Vorjahr deutlich zu spürenden Rückgang von ausländischen Diebesbanden zurück. Vor allem während des ersten Lockdowns gab es kaum Vorfälle. Und auch in Folge sei die Mobilität – auch möglicher Täter – stark eingeschränkt. „Und wenn die Leute mehr zu Hause sind, dann nehmen Einbruchsversuche logischerweise auch ab“, weiß Heinreichsberger. Trotzdem würde die Polizei auch jetzt regelmäßig in der Dämmerung Streife fahren.

Gestiegen sind im Vorjahr dafür die Diebstahls- und Sachbeschädigungsdelikte sowie die Suchtmitteldelikte. Gegen den Landestrend entwickelten sich im Bezirk die Internetbetrügereien. „Zumindest die angezeigten. Denn ich fürchte, dass da die Dunkelziffer viel höher ist“, sagt Heinreichsberger. Ebenfalls einen Rückgang verzeichnet man im Bezirk bei den Wegweisungen. Auch da hätte man bei häuslicher Gewalt eigentlich Gegenteiliges befürchtet.