Krippen aus aller Welt in Lackenhof

Erstellt am 12. Dezember 2021 | 06:32
Lesezeit: 3 Min
August Etzler sammelt Weihnachtkrippen. Seine Schätze zeigt er ab 24. Dezember in der alten Volksschule in Lackenhof.
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Ob aus dem alpenländischen Raum, aus England, Frankreich oder sogar Peru und Kenia – August Etzler hat sie alle. Der Lackenhofer sammelt und baut Weihnachtskrippen aus Leidenschaft. Im Laufe der vergangenen zehn Jahre sind 40 Exemplare zusammengekommen. Jetzt zur Vorweihnachtszeit holt er sie wieder alle aus ihren Kartons heraus und baut sie in der alten Volksschule auf. „Das ganze Jahr über freue ich mich darauf, dass ich sie wieder aufstellen kann“, sagt er.

„Irgendetwas finde ich immer, auch im Sommerurlaub“

Immer wenn er auf Reisen geht, hält er Ausschau nach Weihnachtskrippen. „Irgendetwas finde ich immer, auch im Sommerurlaub“, meint er scherzhaft. Neben seinen Mitbringseln aus den Urlauben hat er aber auch viele Krippen in der Region und seinem Heimatort gefunden. Besonders wertvoll ist für ihn ein Exemplar, dass er vom ehemaligen Lackenhofer Pfarrer Franz Ruthammer vererbt bekommen hat. „Und das nicht nur, weil die Krippenfiguren über 100 Jahre alt sind. Sie ist für mich etwas Besonderes, denn der Pfarrer hat mich ein großes Stück meines Lebens begleitet.“

„Sie ist für mich etwas Besonderes, denn der Pfarrer hat mich ein großes Stück meines Lebens begleitet.“
August Etzler

Gleich daneben zeigt Etzler ein weiters Highlight seiner Sammlung. Eine Kastenkrippe aus Lackenhof. „Sie entstand während der Zeit von Kaiser Joseph II. Der hat nämlich Weihnachtskrippen verboten. Die Leute wollten sich das aber nicht gefallen lassen und haben einfach die Krippe in einen Schrank gebaut.“ Neben den vielen historischen Schmuckstücken, darunter auch noch viele verschlossene Adventskalender, finden sich in der Ausstellung auch selbst gebaute. „Viele alpenländische Modelle habe ich oder eines meiner Familienmitglieder gebaut.“

Dass er außer dem handwerklichen Geschick viel Wissen über die Kirchengeschichte besitzt, überrascht bei dem Rentner nicht: „Bei den meisten Krippen hat die Maria einen blauen Umhang und einen weißen Schleier. Das Blau verkörpert das Majestätische, der weiße Umhang die Unschuld.“ Außerdem solle die Maria in der Krippe immer so platziert sein, dass sie links vom Betrachter steht, „denn da ist sie mit dem Herzen dem Kind zugewandt“.

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