Mostviertler Feldversuche mit einer Prise Nervenkitzel. Mike Nährer kocht am Samstag in der Ötscherbasis Wienerbruck.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 22. September 2020 (13:15)
Haubenkoch Mike Nährer experimentiert am 26. September in der Ötscherbasis Wienerbruck.
weinfranz.at

Getrieben von der Neugierde und beflügelt durch die unerschöpfliche Vielfalt der Region fängt Spitzenkoch Mike Nährer beim Feldversuch am 26. September in der Ötscherbasis in Wienerbruck die Geschmäcker des Ötschers in Getränken, Tinkturen und einem kreativen Sechs-Gänge-Menü ein.

Das Prinzip der Mostviertler Feldversuche ist einfach: Etablierte Mostviertler Gastgeber und Köche begeben sich bewusst aus der Komfortzone der eigenen Küche, um gemeinsam mit mutigen Gästen an besonderen Plätzen ein kulinarisches Experiment zu feiern. Davon, dass dabei statt traditioneller Hausmannskost so manche Überraschung auf dem Teller und dem Gaumen landet, haben sich bisher bereits hunderte Gäste überzeugt.

In der rauen Gegend des Naturparks Ötscher-Tormäuer wird Mike Nährer wieder mit den Produzenten aus der Region einen Feldversuch starten, der in punkto Regionalität seines Gleichen sucht: Dabei wird die Natur rund um die Ötscher Wiesenkräuter, Türnitzer Saibling und das Ötscher Lamm, welches am Ötscher weidet, zum kulinarischen Experiment, bei dem auch die Gäste viel Neues entdecken werden.

Auf dem Menüplan steht auch Dachs. Die passenden Weine und alkoholfreien Getränke kommen ebenso aus dem Traisental. „Mostviertler Feldversuche – Weine“, die Mike Nährer gemeinsam mit dem Winzer Tom Dockner produziert hat, werden eingeschenkt.

„Idee für Feldversuche steckt in jedem Koch“

„Die Idee für Feldversuche befindet sich in jedem Koch. Sie ist eine Herangehensweise an das Kochen, die man sich jedoch trauen muss“ sagt Haubenkoch Nährer, der in Rassing bei St. Pölten das elterliche Gasthaus betreibt.

Nährer beschreibt diese Herangehensweise als adrenalinlastiges Kochen mit einem Hauch von Nervenkitzel sowie als spannendes Experiment. Die Herangehensweise ist klar, doch der Ausgang unbestimmt. Das Spannende für Nährer ist das Hinterfragen der Produkte und der Zubereitung sowie der Austausch mit Lebensmittelproduzenten vor Ort. Auf diese Weise werden kontinuierlich neue Zugänge, Inputs und Getränkekombinationen entworfen, weshalb die Feldversuche als einmaliges Erlebnis für Körper und Geist gelten.

„Konventionelle Gerichte können noch interessanter oder noch besser gemacht werden“, berichtet Nährer. Er ist daher stets bemüht, seinen Gästen eine abwechslungsreiche Geschmackspalette zu bieten.

Von den Alpen bis zur Donau bietet das Mostviertel ein breites Spektrum an Aromen und Geschmäckern. Dieses abwechslungsreiche Angebot an Produkten schätzt Nährer besonders. Auch die Locations reichen von Weingärten über Almen bis hin zu Bächen.

Der Feldversuch am 26. September wird unter Einhaltung von strengen Coronamaßnahmen abgehalten – unter anderem mit einer begrenzten Gästeanzahl.