Filmpremiere: Die Welt erobern per Rollbrett

Der Scheibbser Nikolaus Ratay präsentierte neuen Skate-Film „Lucid Trip“ im kultur.portal.

Anna Faltner Erstellt am 11. Januar 2019 | 04:00
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Skaten und Reisen – diese Leidenschaften teilen die Brüder Laurenz (von links) und Nikolaus Ratay schon seit ihrer Kindheit.
Foto: Anna Faltner

Wenn die Brüder Nikolaus und Laurenz Ratay die Welt erkunden, geht es eigentlich nur um eines: Skaten. Egal ob Bali, Frankreich, Spanien oder Scheibbs – das Skateboard ist immer mit dabei. Gemeinsam mit ihren Freunden sind sie auf der Suche nach den besten Skate-Plätzen und halten diese dann mit der Videokamera fest. Dieser Idee gaben sie den Namen eines „Motörhead“-Songs: „We are the Road Crew“.

„Lucid Trip“ am Samstag zu sehen

Schon zum dritten Mal präsentierte Nikolaus Ratay am Samstag eines seiner Werke im Scheibbser kultur.portal. Zu sehen ist im Film „Lucid Trip“ ein Roadtrip durch Frankreich, Spanien und Portugal. „Dort gibt es einfach traumhafte Kulissen. Im Süden Frankreichs haben wir in einem Surfcamp gearbeitet. Danach hat unser Roadtrip begonnen“, erzählen die Zwillingsbrüder. Gedreht wurde über ein halbes Jahr – immer dann, wenn gerade Zeit war. Aussortieren und Schneiden des Materials beansprucht eine Woche.

„Wir filmen nicht nur das ‚Brettl‘, sondern die Landschaft und alles, was zur Reise dazugehört. Zielgruppe sind nicht nur Skater.“Filmemacher Nikolaus Ratay

„Wir filmen nicht nur das ‚Brettl‘, sondern die Landschaft und alles, was zur Reise dazugehört. Ich will damit nicht nur Skater ansprechen“, betont Ratay. Er erzählt die Geschichte aus Sicht eines Filmschaffenden. „Das Drehen von Filmen hat mich schon als Kind fasziniert. Vor ein paar Jahren habe ich dann ernsthaft damit begonnen. Von Mal zu Mal werden die Videos professioneller“, schildert der 24-Jährige. Und das Skaten wird immer mehr zum offiziellen Sport. „Ab 2020 sogar eine Olympia-Disziplin“, grinst er.

Beigebracht hat sich der gelernte bautechnische Zeichner alles selbst – mit Youtube-Tutorials. „Einfach, weil es mich schon immer interessiert hat.“ Und das Vorführen eines Films mit Premiere und Kinoleinwand hat für ihn einen besonderen Effekt. „Da ist das Erlebnis stärker. Gewisse Szenen werden erst auf der großen Leinwand deutlich, nicht am Smartphone. Es ist schade, dass die Leute immer weniger ins Kino gehen“, sagt der Scheibbser. Außerhalb des kultur.portal sind seine Werke auf seinem Instagram-Profil (nicknofuture) zu sehen.

Filmtechnisch hat er noch einiges vor. „Ein Kindheitstraum von mir ist Los Angeles. Eine wirklich coole Skaterstadt am anderen Ende der Welt“, schwärmt Ratay. Sein Reisetipp für Skater: die Küste in Spanien.