Skigäste trotzen Winterflaute. Die Buchungslage am Ötscher und Hochkar ist trotz geringer Schneelage ausgezeichnet.

Von Claudia Christ. Erstellt am 25. Dezember 2019 (03:34)
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Trotz Teilbetrieb, nur vier von acht Liftanlagen sind in Betrieb, war am Sonntag am Hochkar einiges los. Nun hofft man für die Weihnachtsferien auf einen Kälteeinbruch und Neuschnee.
Phillip Koske

Abwarten und Teetrinken – diese Redewendung macht die Stimmung der Zimmervermieter und Hotelbetreiber am Ötscher und Hochkar wenige Tage vor Beginn der Weihnachtsferien deutlich. Die tagelang anhaltende Föhnwetterlage sorgte vergangene Woche für Sorgenfalten bei den Pensions- und Hotelbetreibern, und das trotz ausgezeichneter Buchungslage. Nur mehr teilweise gibt es freie Quartiere.

„Das hatten wir bislang noch nie um diese Zeit“, freut sich Gastwirt Walter Pöllinger in der Langau. Alle seine 18 Gästezimmer sind über die Weihnachtsfeiertage ausgebucht. „In den beiden Vorjahren hatten wir Anfang Dezember schon genug Schnee, das dürfte sich wohl herumgesprochen haben“, freut sich der Wirt. Schnee ist derzeit aber in Lackenhof wenig zu sehen. Hier ist nur ein Teilbetrieb möglich. Eibenkogellift und Kinderland sind in Betrieb, und seit dem Wochenende läuft auch der Doppelsessellift auf den Großen Ötscher. Zur Freude von Walter Zeilberger, dem Wirt vom Ötscher Schutzhaus: „Wir sind für die neue Saison startklar, aber jetzt heißt es einfach abwarten, wann der große Schnee kommt.“ Derzeit liegen im Tal (nur) zehn, am Berg 15 Zentimeter der weißen Pracht.

„Wir sind startklar, jetzt heißt es einfach abwarten, wann der der große Schnee kommt.“Walter Zeilberger, Schutzhaus-Wirt am Ötscher

Ortswechsel auf 1.800 Meter am Hochkar: Hier stehen die Hotelbetreiber ebenfalls vor der gleichen Situation. Ausgebuchte Betten und 30 Zentimeter Schnee am Berg. Nur vier der acht Lifte sind in Betrieb. „Jetzt kurz vor dem Wochenende trudeln angesichts der nicht berauschenden Wettervorhersage die Stornierungen ein“, ist Hotelier und Gastronom Johannes Putz enttäuscht. Nun wird versucht für die Gäste die bestmögliche Lösung zu finden. „Wir sind bemüht hier Kulanzlösungen zu finden, einige wollen ihren Urlaub verschieben“, sagt Putz am vergangenen Freitag.

Kälteeinbruch schürt Hoffnungen

Dennoch überwiegt bei den Liftbetreibern die positive Stimmung. „Die Pisten, die geöffnet sind, befinden sich in einem guten Zustand. In den nächsten Tagen werden tiefere Temperaturen erwartet und auch etwas Schnee“, zeigt sich Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer der Ybbstaler-Alpen hoffnungsvoll.