Mit 2,2 Promille heimgefahren: Gegenverkehr gefährdet! . Schwer alkoholisiert trat Mann aus Lackenhof nach Weihnachtsfeier nachts Heimweg an – hauptsächlich auf der falschen Straßenseite, wie Augenzeugen berichteten.

Von Karin Katona. Erstellt am 28. Juni 2018 (05:00)
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Mit 2,2 Promille war ein Monteur aus Lackenhof, im vergangenen Dezember mit seinem Pkw von einer Firmen-Weihnachtsfeier nachts nach Hause unterwegs – bei winterlichen Fahrverhältnissen. Hauptsächlich auf der falschen Seite der Fahrbahn, wie Augenzeugen am vergangenen Mittwoch vor dem Bezirksgericht schildern.

Dass der alkoholisierte Fahrer trotzdem wohlbehalten Weihnachten feiern konnte, hat er der raschen Reaktion der entgegenkommenden Fahrzeuglenker zu verdanken, einer davon ein bis dato unbekannter Autofahrer, der gerade noch rechtzeitig ausweichen konnte und ohne anzuhalten weiterfuhr. Besonders schlimm hätte die Kollision mit einem entgegenkommenden Schneepflug ausgehen können.

Entgegenkommende hatten großes Glück

Dessen Fahrer schildert den Vorfall: „Ich habe gesehen, dass mir ein Auto entgegenkommt, bin sofort stehen geblieben, habe Lichtsignale gegeben und den Pflug hinuntergesenkt, weil ich Sorge hatte, dass mir der mit dem Auto darunter kommt. So etwas geht meistens schlimm aus.“ Abrupt sei das Auto schließlich kurz vor dem Schneepflug zum Stehen gekommen.

Großes Glück hatten auch ein entgegenkommender Autofahrer und dessen Beifahrerin, die ebenfalls nur durch rasches Reagieren einen Zusammenprall verhindern konnten. Der Mann hielt an, seine Frau nahm dem Lenker schließlich den Autoschlüssel ab. Aufgrund seiner schweren Alkoholisierung, so liest Bezirksrichter Oliver Baumschlager aus dem Polizeibericht vor, habe der Lackenhofener vor Ort auch nicht über den Unfallhergang befragt werden können.

„Ich bekenne mich schuldig. Ich habe bemerkt, dass ich ein paar mal auf der falschen Fahrbahnseite war und bin trotzdem nicht stehen geblieben. Ich weiß nicht, was da über mich gekommen ist“

„Ich bekenne mich schuldig. Ich habe bemerkt, dass ich ein paar mal auf der falschen Fahrbahnseite war und bin trotzdem nicht stehen geblieben. Ich weiß nicht, was da über mich gekommen ist“, gibt sich der Angeklagte vor Gericht zerknirscht. Er wisse nicht mehr, wie viel Alkohol er bei der Weihnachtsfeier mit den Kollegen getrunken habe: „Auf jeden Fall war es eindeutig zu viel.“ Das Schuldgeständnis des Angeklagten sei ein Milderungsgrund, befindet der Richter, die Gefährdung gleich mehrerer Menschen nicht: „Sie haben fahrlässig ihre eigene Gesundheit und die anderer Menschen gefährdet.“ Der Angeklagte fasst eine Geldstrafe von 2.500 Euro aus und nimmt das Urteil an.