„Ötscher-Bär“ gesichtet. „Penki“ heißt das neue hölzerne Kunstobjekt unweit vom Ötscher-Gipfel. Die Verwandlung eines Holz-Penis.

Von Norbert Oberndorfer. Erstellt am 03. September 2018 (15:29)
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Ötscher-Penis
Er steht auf über 1,600m. Der Holz-Penis am Ötscher wurde zu „Penki Ötscherbär“.
Norbert Oberndorfer

Sonntagmorgen, unweit vom Ötscherschutzhaus. Holzspäne liegen auf dem Boden. Und er steht stramm aber nicht mehr als Holz-Penis. Der berühmte Phallus am Ötscher, der Anfang November 2017 von einem unbekannten Künstler errichtet worden war, ist Geschichte.

Jetzt begrüßt „Penki Ötscherbär“ den Bergwanderer. Verziert mit weit ausgestreckten Pranken, Stachelfrisur und runden Öhrchen – alles als Holz-Bauteile mit Schrauben an dem ursprünglichen Werk befestigt. „Penki“ ist ungefährlich: Seine neuen Gliedmaßen sind solide montiert.

Statt Gipfelkreuz ein „Ötscher-Penis“
„Ötscher-Penis“ in früheren Zeiten...
Roth

Phallus, Wildversorger, Kinderattraktion?

Die Verwandlung des Holz-Penis ist kurios. Das rund ein Meter hohe Werk war seit seiner Errichtung einmal mit hölzerner Penis-Eichel und einmal ohne zu bestaunen. Bis vor kurzem war ein Holzzubau mit Leckstein aus Salz daran befestigt. Und jetzt begrüßt der Holz-Ötscherbär die Gipfelstürmer auf dem Weg zum Kreuz des 1.893 Meter hohen Ötschers.

Wieviele Personen und „Künstler“ an dem Werk mittlerweile herumgeschnitzt, geschraubt und gehämmert haben, lässt sich nicht klar abschätzen. Das Objekt erfreut sich großer Beliebtheit und wird gerne besucht. Davon zeugen die ausgetretenen Pfade zu „Penki“, der auf seiner Lebensreise schon einiges durchgemacht hat.