Die Geburten steigen auch in Coronazeiten. Auch wenn Corona die Anforderungen erhöht hat, auf der Scheibbser Geburtenstation genossen die Mütter die Ruhe.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 13. Mai 2020 (04:16)
Maskenpflicht für die Mitarbeiter und Besuchsverbot – das gilt nach wie vor auch in der Scheibbser Geburtenstation, von links: Alexandra Wieseneder, Oberarzt Daniel Haubenberger, Primar Peter Diridl und Elfriede König mit Stefanie Jungwirth aus Purgstall und ihrem Baby Anton.
Karner/Landesklinikum

Maskenpflicht, Besuchsverbot auch für Väter, erhöhte Schutzmaßnahmen, ein hohes Maß an Flexibilität, spezielle Anforderungen – Corona hat das Leben auf der Geburtenstation im Landesklinikum Scheibbs nicht gerade vereinfacht. Dennoch herrscht bei Ärzten, Pflegepersonal und vor allem den jungen Müttern eine positive Stimmung.

„Die Wöchnerinnen haben die Ruhe auf der Station sehr genossen und konnten mit ihrer ganzen Aufmerksamkeit auf ihr Baby eingehen. Wir haben auch bemerkt, dass sich der Großteil der Frauen einen Mittagsschlaf gönnte, was durch viel Besuch meist nicht möglich ist“, schildert Stationsleiterin Alexandra Wieseneder.

„Der Jänner- und Februar-Trend hat sich trotz Coronakrise fortgesetzt“Elfriede König

Dass die Väter bis Sonntag nur während der Geburt und die ersten zwei Stunden danach zu einem gemeinsamen Kennenlernen des Babys dableiben durften, war anfangs ungewohnt. „Aber diese wertvolle erste Zeit konnten wir trotz der sehr erfreulich hohen Geburtenzahlen immer ermöglichen“, berichtet die leitende Hebamme Elfriede König. Auch ist das Verständnis für die Maßnahmen bei den Paaren groß.

Die Zahlen sprechen für sich: Seit 13. März sind 93 Babys auf der Scheibbser Geburtenstation zur Welt gekommen. Das sind um 25 Babys mehr als im Vergleichszeitraum 2019. Das Verhältnis der ambulanten Geburten ist nicht gestiegen. „Der Jänner- und Februar-Trend hat sich trotz Coronakrise fortgesetzt“, freut sich Elfriede König. Seit Sonntag dürfen in den drei Familienzimmern der Geburtshilfe auch wieder Begleitpersonen aufgenommen werden.